Mensch und Kirche

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BeitragVerfasst: 29. Juli 2011 16:58 
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John Der Echte

Registriert: 6. Oktober 2005 15:33
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Einen nonsense-Beitrag und die Antwort darauf gelöscht. JHN als Mod.


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BeitragVerfasst: 29. Juli 2011 17:18 
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John Der Echte

Registriert: 6. Oktober 2005 15:33
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Erneut eingestellten Beitrag gelöscht. Nutzer verwarnt. JHN als Mod.


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BeitragVerfasst: 29. Juli 2011 17:47 
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John Der Echte

Registriert: 6. Oktober 2005 15:33
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Wohnort: Mitten in Deutschland
Noe, ich habe keine Lust auf Deine Spielchen. Die Sprache dieses Forums ist Deutsch, nicht Altangelsächsisch.


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BeitragVerfasst: 29. Juli 2011 22:40 
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Registriert: 5. August 2010 22:20
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JHNewman hat geschrieben:
... einen lebendigen Katholizismus..., der die katholische Tradition nicht einfach sklavisch bewahrt, sondern in der Gegenwart fruchtbar machen will. ...


... genau das ist die Form der "traditio", wie sie angemessen ist ...
Vielleicht sollte man die verschiedenen Paradigmata, die zur Ausprägung der Kirchen zu den verschiedenen Epochen und in den verschiedenen Regionen geführt haben, etwas ernster in die Frage dessen einbeziehen, was "Tradition" ist (habe neulich mal geschrieben: "traditio" kann auch Verrat bedeuten).
Weitergabe in die Gegenwart - mit ihren Erfordernissen, Denkweisen, Erfahrungsmöglichkeiten ... "Wir" (Westkirche) sind eingebettet in das gegenwärtige (westliche) Paradigma, also die Gesamtheit der Denk- und Handlungsweisen, jawohl, jetzt des 21. Jahrhunderts. Wie also können wir, was das Christ-Sein ausmacht, in diese Zeit weitergeben?
(Traditions-Muster nach überlebten, nicht mehr lebendigen Paradigmata weitergeben zu wollen, kann eigentlich nur katastrophal enden. Ganz vorsichtig sei mal auf Hegel und auf den Prozess der Dialektik - die "Auf-Hebung" in der Synthese - verwiesen.)
[Und weil man so schnell falsch verstanden wird: Gemeint ist nur der Prozess, nicht das von Hegel genannte Ziel der Geschichte!]


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BeitragVerfasst: 29. Juli 2011 23:19 
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John Der Echte

Registriert: 6. Oktober 2005 15:33
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Wohnort: Mitten in Deutschland
Das sehe ich genauso. Deshalb halte ich die neuen Formen des 'Traditionalismus' auch für keinesfalls 'katholisch', so sehr sie darauf auch pochen.


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BeitragVerfasst: 30. Juli 2011 08:20 
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Radition um der Tradition willen halte ich für ziehnlich leer. Dem den Katholizsimus abzusprechen ist eine Ente: Denn dann trennt Euch mal auch gleich von den Orthodoxen! Die Frage ist dabei, ob man überhaupt bei veränderungen der Tradition und dem Sinn, der inn ihr steckt (das ist das Wichtigste) anknüpft oder aber bei der Verheutigung vom ALLEGEMEINEN Zeitgeist ausgeht. Dieses Ausgehen vom allgemein Zeitgeist - das ist allermeist nicht nur nicht katholisch, sondern allermeist nicht einmal christlich.

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BeitragVerfasst: 30. Juli 2011 10:24 
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John Der Echte

Registriert: 6. Oktober 2005 15:33
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Hallo Silesia,

ich denke nicht, daß man die neuen Formen des westkirchlichen Traditionalismus (FSSPX, FSSP etc) mit den Orthodoxen vergleichen kann. Die Situation ist m. E. eine ganz andere. Die Orthodoxen repräsentieren eine Kontinuität, die so seit vielen Jahrhunderten besteht und auf einem großen Konsens innerhalb ihrer Gemeinschaften und zum großen Teil auch der Gesellschaften besteht, in denen sie leben. Der neue westliche Traditionalismus jedoch scherte an einem bestimmten Punkt aus dem Konsens der Westkirche(n) aus, um sich auf einen Status Quo ante zu beziehen, der wiederherzustellen sei. Im Wesentlichen geht es dabei um das 2. Vatikanische Konzil, aber das ist auch nur vordergründig so, denn letztlich geht es um einen Kampf gegen alles, was man unter dem Begriff 'Moderne' zusammenfassen kann. Der Begriff 'Zeitgeist' greift m. E. hier viel zu kurz, da er keinesfalls die fundamentalen Phänomene erfaßt, mit denen wir es hier zu tun haben, sondern bestenfalls Einzelerscheinungen. Der Begriff ist aber viel zu unscharf, um für die Diskussion irgend zu taugen.


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BeitragVerfasst: 30. Juli 2011 10:34 
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Ach so ... und warum gibt es orthodoxe Gemeinden, die den tridentinischen Ritus zulassen und bestenfalls eine nachgebeseerte anglikanische Messform, aber keinen Novus Ordus. Irgendwas stimmt doch da nicht.

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Mariae vitam imitantes


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BeitragVerfasst: 30. Juli 2011 13:33 
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John Der Echte

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Hm, das sind aber doch bisher absolute Randerscheinungen. Meinst Du, daß die zur grundsätzlichen Bewertung der Erscheinungen von Traditionalismus im Westen im Verhältnis zu den Ostkirchen etwas aussagen?


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BeitragVerfasst: 30. Juli 2011 15:15 
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Beiträge: 1236
JHNewman hat geschrieben:
Der neue westliche Traditionalismus jedoch scherte an einem bestimmten Punkt aus dem Konsens der Westkirche(n) aus, um sich auf einen Status Quo ante zu beziehen, der wiederherzustellen sei.


Du willst sie mit ihren eigenen Waffen schlagen?

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Frieden über Israel!


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BeitragVerfasst: 30. Juli 2011 15:58 
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Registriert: 29. November 2007 12:44
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Wohnort: Rothenburg OL
JHNewman hat geschrieben:
Hm, das sind aber doch bisher absolute Randerscheinungen. Meinst Du, daß die zur grundsätzlichen Bewertung der Erscheinungen von Traditionalismus im Westen im Verhältnis zu den Ostkirchen etwas aussagen?



Na zumindest zur neue Messordung und allem, was darauf aufbaut.
Ich selbst habe ja eine andere Begründung, warum die traditionelle lateinische Messform so wertvoll ist und warum man, wenn, dann dort anknüpfen und darauf aufbauen sollte mit der auf dem richtigen Geist beruhenden Fortentwicklung: diese ist mystisch! Diese Messe ist eben analog zu mystischen Erkenntnissen und eine Fortentwicklung müsste das auch erfüllen.

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BeitragVerfasst: 28. Juni 2012 23:17 
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John Der Echte

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Unrecht Gut gedeiht nicht gut:

http://www.catholicherald.co.uk/news/20 ... er-ruling/

Das römisch-katholische Personalordinariat muß das Geld der Confraternity of the Blessed Sacrament zurückzahlen. Eine Million Pfund (mehr als die Hälfte des Stiftungskapitals) war nach dem Übertritt einer Mehrheit der Vorstandsmitglieder der Confraternity an das neue römisch-katholische Personalordinariat geflossen. Nach Protesten von Mitgliedern der Bruderschaft hatte die nationale Charity Commission den Fall untersucht und nun ihren Schiedsspruch bekannt gegeben. Die Vorstandsmitglieder hätten im eigenen finanziellen Interesse gehandelt, daher sei die Zahlung nicht rechtsgültig. Das rk Personalordinariat hat das Geld bereits letzte Woche zurücküberwiesen. Das Ordinariat leidet seit seiner Gründung unter massiven Finanzproblemen, da wesentlich weniger Gläubige von der anglikanischen in die römisch-katholische Kirche übergetreten sind, als erwartet, darunter aber viele Priester.


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BeitragVerfasst: 30. Juni 2012 02:04 
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Beiträge: 379
Wohnort: Görlitz
Hier in Deutschland muss jeder evangelische Pfarrer, der aus dem Amt ausscheidet, ALG II beantragen. (Nein, Arbeitslosengeld I gibt es dann nicht, da man als Kirchenbeamter ja nie eingezahlt hat, anders als alt-katholische Pfarrer, die ganz normal sozialversichert sind). Ein erhebliches Druckmittel gegen evangelische Pfarrer in Gewissenskonflikten, übrigens ...

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Der Leib zieht die Seele an sich und öffnet die Sinne; die Sinne aber berühren die Seele und ziehen den Leib an sich. (Hildegard von Bingen)


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BeitragVerfasst: 26. November 2015 11:14 
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Registriert: 13. Juni 2006 15:23
Beiträge: 1861
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Der erste Bischof der "anglikanischen Römer" (der aber keine anglikanischen Wurzeln hat):

http://m.ncregister.com/daily-news/hist ... lbH2tIvemV


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BeitragVerfasst: 26. November 2015 18:36 
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John Der Echte

Registriert: 6. Oktober 2005 15:33
Beiträge: 2793
Wohnort: Mitten in Deutschland
Interessante Entscheidung. Dem Ordinariat gehören in den USA ca. 6.000 Menschen an. Reicht das für einen Bischof? Und dann noch einen, der von 'außen' kommt? Oder ist das ein Signal von Papst Franziskus, dass man sich langsam an 'normale' römisch-katholische Strukturen gewöhnen soll?

In England wächst das Personalordinariat ja überhaupt nicht, man ist nach wie vor bei ca. 1.500 Gläubigen. Mit dieser geringen Zahl lässt sich ein normales und geordnetes kirchliches Leben überhaupt nicht aufrecht erhalten. Auch nach der Weihe der ersten Bischöfinnen in der C of E hat es keine weitere Welle von Übertritten gegeben, womit man wohl insgeheim gerechnet hatte. Allerdings sind diese versprengten Grüppchen ohne eigene Kirchen und mit allergrößten finanziellen Problemen auch kein wirkliches Aushängeschild für die Idee der Ordinariate.

Man kann wohl feststellen, dass die Grundidee von Papst Benedikt komplett gescheitert ist. Allerdings hat sie den römisch-katholischen Diözesen große Probleme hinterlassen. Dort wäre man wohl froh, wenn die übertrittswilligen Anglikaner einfach so gekommen wären, ohne besondere Strukturen. Aber wie man seinerzeit aus der Presse entnehmen konnte, hatte Papst Benedikt die englischen Bischöfe nicht in seine Pläne eingeweiht, resp. sie zu dieser Frage konsultiert.


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