Mensch und Kirche
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Rogate-Kloster
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Autor:  Itachi [ 29. Oktober 2016 15:34 ]
Betreff des Beitrags:  Rogate-Kloster

Eure Kirche anerkennt nun das evangelische, ökumenisch offene Rogate-Kloster an.

http://www.alt-katholisch.de/meldungen/ ... 09ec1a285e

Kann mir jemand den Faible vieler schwuler Männer für hochkirchliche Gottesdienste erklären? Ein guter Freund (schwul, bei den Petrusbrüdern verkehrend) konnte dies nur unzureichend.

Überall wo man hinschaut (Petrusbrüder, Altkatholiken, evangelisch-hochkirchliche Bruderschaften, Anglokatholiken etc.) ist der Anteil schwuler Männer exorbitant hoch.

Die Frage ist übrigens ernst gemeint, es geht mir nicht um irgendeine Abwertung Homosexueller o.Ä.

Hat jemand David Bergers Buch einmal gelesen? Gibt er Antworten darauf? Ist das Buch empfehlenswert?

Wie schaut es bei euren altkatholischen Gemeinden aus, könnt ihr meine Erfahrung bestätigen?

Autor:  Rheinmaus [ 29. Oktober 2016 18:39 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Rogate-Kloster

Zum Kloster kann ich nichts sagen, aber wenn man bedenkt dass Gleichgeschlechtliche Menschen in einigen Kirchengemeinscheften (Römer z.T., Evangelikale ganz massiv) diskriminiert werden, wundert es mich nicht dass sich solche Menschen in den anderen Gemeinschaftzen wiederfiinden.

Autor:  Vanni145 [ 29. Oktober 2016 19:43 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Rogate-Kloster

Itachi hat geschrieben:

Überall wo man hinschaut (Petrusbrüder, Altkatholiken, evangelisch-hochkirchliche Bruderschaften, Anglokatholiken etc.) ist der Anteil schwuler Männer exorbitant hoch.



Bitte belegen.

Autor:  Sarandanon [ 29. Oktober 2016 20:33 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Rogate-Kloster

Itachi hat geschrieben:
Kann mir jemand den Faible vieler schwuler Männer für hochkirchliche Gottesdienste erklären?

Warum um Himmels Willen ist Dir denn die Sexaulität dieser Menschen so wichtig?

Autor:  Eilike [ 29. Oktober 2016 20:33 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Rogate-Kloster

Deutschland ist bunt. Unsere Gemeinden sind es auch, und das ist auch gut so.
Wenn Menschen zu uns kommen, fragen wir nicht nach der sexuellen Orientierung; es gibt bei uns Eheleute/Familien, solche die in Partnerschaften leben und Alleinlebende. Die werden nicht "sortiert".
Bekannt ist, dass bei uns auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften gesegnet werden; in welchem Verhältnis eine solche Segnung zum Sakrament der Ehe steht, ist theologisch noch nicht völlig geklärt; daran arbeiten unsere Theologen zurzeit gerade.
Mehr kann man dir in diesem Forum wohl kaum dazu sagen; da solltest du schon "von Angesicht zu Angesicht" mit unmittelbar Betroffenen sprechen.

Autor:  Eilike [ 29. Oktober 2016 20:34 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Rogate-Kloster

Sarandanon hat geschrieben:
Warum um Himmels Willen ist Dir denn die Sexaulität dieser Menschen so wichtig?

Genau das frage ich mich auch!

Autor:  Itachi [ 29. Oktober 2016 22:30 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Rogate-Kloster

Eilike hat geschrieben:
Sarandanon hat geschrieben:
Warum um Himmels Willen ist Dir denn die Sexaulität dieser Menschen so wichtig?

Genau das frage ich mich auch!


Ich habe nicht nach den Umtrieben in privaten Schlafgemächern gefragt, sondern nach dem Grund, weshalb der Pomp (krypto-)katholischer Liturgien so anziehend auf Menschen mit homosexueller Orientierung wirkt.

Darf man keine soziologischen Fragen über die Kirche mehr stellen ohne gleich subversive der Homophobie bezichtigt zu werden?

Wieso sind laut David Berger geschätzt 30 % des römischen Klerus schwul, bei den Altkatholiken wird es wohl genauso ausschauen. Wieso darf man das nicht fragen? Seid ihr Altkatholiken in eurem Milieu schon so verengt, dass jegliche Fragen in diese Richtung sofort pfui Teufel sind?

Autor:  Silesia [ 30. Oktober 2016 09:34 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Rogate-Kloster

Nichts muss man belegen, nur die Augen aufmachen, wenn man dafür welche hat.

Ich glaube, dass sie oft insgesamt im Leben Ästheten sind und daher oft an der (schönen) Form kleben. Ich denke auch, dass dabei die Gefahr des Formalismus besteht. Es kommt jedoch nicht auf die Form um der Form willen an, sondern auf den mystischen Gehalt, der diese Formen begründet.

Mein Paradebeispiel für solche, auf diesen Gehalt Mystik abzielende Formen (die gleichzeitig reinen Ästhetitismus mitschleppen können): die episkopale Gemeinde St. Clemens in Philiadelphia.

Autor:  Sarandanon [ 30. Oktober 2016 11:25 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Rogate-Kloster

Itachi hat geschrieben:
Wieso darf man das nicht fragen? Seid ihr Altkatholiken in eurem Milieu schon so verengt, dass jegliche Fragen in diese Richtung sofort pfui Teufel sind?

Nein, ganz im Gegenteil sind wir eben nicht so verengt (ich wars auch schon als Römer nicht), dass wir einen Menschen und/oder das was er tut allein am Faktum Sexualität festmachen. Genauso gut könntest Du, ganz salopp und als Beispiel gesagt, fragen, warum ein gewisser Anteil Homosexueller Spaß am Tischtennisspielen hat und ob das an seiner sexuellen Neigung liegt. Deine Frage ist nicht "Pfui Teufel", sondern einfach nur überflüssig und irrelevant.

Autor:  Sarandanon [ 30. Oktober 2016 11:30 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Rogate-Kloster

Silesia hat geschrieben:
Nichts muss man belegen, nur die Augen aufmachen, wenn man dafür welche hat.

Klar muss man es belegen, wenn man etwas "soziologisch" oder semi-wissenschaftlich betrachten will. Ansonsten artet es in bloße Mutmaßerei aus. Und Ästhetik mögen sicherlich nicht nur homosexuelle Menschen. So etwas an der Sexualität festzumachen ist Unfug und unseriös.

Und vmtl. sinds tatsächlich die Homophoben, die abstreiten, solche zu sein und gleichzeitig derartige Diskussionen anfangen.

Autor:  Itachi [ 30. Oktober 2016 12:00 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Rogate-Kloster

Sarandanon hat geschrieben:
Nein, ganz im Gegenteil sind wir eben nicht so verengt (ich wars auch schon als Römer nicht), dass wir einen Menschen und/oder das was er tut allein am Faktum Sexualität festmachen. Genauso gut könntest Du, ganz salopp und als Beispiel gesagt, fragen, warum ein gewisser Anteil Homosexueller Spaß am Tischtennisspielen hat und ob das an seiner sexuellen Neigung liegt. Deine Frage ist nicht "Pfui Teufel", sondern einfach nur überflüssig und irrelevant.


Mit dieser Argumentation machst du die Arbeit etlicher Soziologen obsolet. Es ist doch vollkommen legitim über bestimmte Gruppen, sei es Frauen, LGBT, Migranten etc., Fragen nach ihren Charakteristika zu stellen. Ich für meinen Teil kann daran nichts Verwerfliches feststellen.

Eher das Gegenteil ist der Fall: bloß keine Fragen über Sexualität(en) stellen, ist ja Privatsache. Genau das lässt Homosexualität doch in der Schmuddelecke verbleiben und dient nicht der Akzeptanz.

Wenn die Frage FÜR DICH irrelevant ist zwingt dich keiner, deinen Senf dazuzugeben. In Foren gibt es keine Verpflichtung zu schreiben.

Autor:  Itachi [ 30. Oktober 2016 12:02 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Rogate-Kloster

Sarandanon hat geschrieben:
Silesia hat geschrieben:
Nichts muss man belegen, nur die Augen aufmachen, wenn man dafür welche hat.

Klar muss man es belegen, wenn man etwas "soziologisch" oder semi-wissenschaftlich betrachten will. Ansonsten artet es in bloße Mutmaßerei aus. Und Ästhetik mögen sicherlich nicht nur homosexuelle Menschen. So etwas an der Sexualität festzumachen ist Unfug und unseriös.

Und vmtl. sinds tatsächlich die Homophoben, die abstreiten, solche zu sein und gleichzeitig derartige Diskussionen anfangen.


Meine Frage ist nicht unberechtigt, hier: http://anglicanhistory.org/academic/hil ... nglish.pdf

Autor:  Sarandanon [ 30. Oktober 2016 12:46 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Rogate-Kloster

Itachi hat geschrieben:
Wenn die Frage FÜR DICH irrelevant ist zwingt dich keiner, deinen Senf dazuzugeben. In Foren gibt es keine Verpflichtung zu schreiben.

Nochmal: Es geht nicht um Verwerflichkeit. Wenn Du eine soziologische Frage hast, geh in ein Soziologieforum. Hier wirst Du vmtl. keinen anderen "Senf" zu lesen bekommen, als den, den ich geschrieben habe. Das Thema ist hier eben irrelevant und somit obsolet.

Autor:  Rheinmaus [ 30. Oktober 2016 16:23 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Rogate-Kloster

So kinners , nochmal von vorne: Meiner persönlichen Meinung nach darf dieses Thema durchaus hier in diesem Forum diskutiert werden, Aber mit der entsprechenden Würde, die beiden Seite von Anfang an abging. Vllt fängt man im Bereich "Kirche und Gesellschaft" einfach nochmal neu an?

Gute Idee. Hier geht es um das Rogate Kloster bzw. seine Anerkennung durch das Bistum. Eventuelle Theorien zur sexuellen Orientierung und liturgischen Präferrenzen woanders diskutieren -wenn es dann sein muß.

winnie als mod.

Autor:  winnie [ 30. Oktober 2016 18:12 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Rogate-Kloster

So ich mach als Mod. diesen Thread erstmal zu -zur Beruhigung der Gemüter....

...und zum Aufräumen bei Zeiten (erstmal geh ich zum Gottesdienst):

denn 1. Ist in der Tat nicht ganz einzusehen, was die eröffnete Diskussion mit der Anerkennung des Rogaze-Klosters zu tun hat.
2. damit im Forumsbereich "Bistum" auch falsch ist
3. Ist das Niveau von praktisch allen Beteiligten unterirdisch .

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