Mensch und Kirche

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 Betreff des Beitrags: Re: Altkatholiken in Italien
BeitragVerfasst: 18. Juni 2011 15:20 
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John Der Echte

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noe hat geschrieben:
Aldo1 hat geschrieben:
Ein solcher Zusammenschluß wird aber auch an der Saturiertheit der AKK scheitern, denn die wird garantiert NICHT auf ihre Kirchensteuer verzichten und die Anglikaner -zu Recht- keine Kirchensteuer für die Altkatholiken zahlen wollen.

So scheitert der sehr sinnvolle Zusammenschluss der AKK mit den Anglikanern eben an dem Egoismus der AKK. Punkt!

Lieber löst sich die AKK durch ständig sinkende Mitgliederzahlen in Reichtum (Kirchensteuer!) auf, als dass sie die Kraft findet, einen frischen und glaubhaften Aufbruch mit den Anglikanern (ohne Kirchensteuer!) zu wagen.


Es gibt wohl keine zweite relig. Gem. in Dt., die in einer dermaßen privilegierten und komfortablen Situation ist wie die AKD.

15T Mgl. und über 30 hauptamtliche Pfarrer. Zum Vergleich: eine neue rk Fusionsgemeinde mit der gleichen Mitgliederzahl bekommt nur 2 Priester, 2 priester aus der Weltkirche (Polen oder Indien) und max. 2. Pastoralreferenten.



Das halte ich für nicht zutreffend.

Wenn man die Ratio Pfarrerschaft zu Kirchengliedern ansieht, dann stellt man schnell fest, daß andere Kirchen mit weniger Gliedern mehr Pfarrer bezahlen können. Die SELK hat ca. 35.000 Glieder und 127 Pfarrbezirke. Der Bund FEG hat ca. 38.000 Glieder und auch weit mehr als 120 Pastoren. Beide Gemeinschaften ziehen keine Kirchensteuer ein.

Die AKK steht so schlecht gar nicht da, da sie zusätzlich zu den hauptamtlichen Priestern auch eine hohe Zahl von Priestern mit Zivilberuf hat. Fielen die Einnahmen durch die Kirchsteuer weg,

Die AKK würde nicht zusammenbrechen, wenn die Kirchensteuer wegfiele.


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 Betreff des Beitrags: Re: Altkatholiken in Italien
BeitragVerfasst: 18. Juni 2011 15:49 
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Analog zu den von der AKK stark abweichenden Zahlen der aktiven Teilnahme in den genannten Kleinkirchen herrscht in diesen auch eine entsprechende Zahlungs- und Verantwortungsmoral. In der AKK wäre damit bei Eigenverantwortlichkeit in der Beitragszahlung nicht zu rechnen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Altkatholiken in Italien
BeitragVerfasst: 18. Juni 2011 16:31 
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" ... wäre nicht zu rechnen."

Gott sei es gedankt, dass unsere Kirche nicht nach deinen ultimativen "Vorhersagen" funktioniert.
Ein ziemlich dümmlicher Beitrag von dir - Hauptsache, irgendwas aus dem Bauch heraus losgelassen.
Silesia, wenn man deine Beiträge einigermaßen ernst nehmen will, solltest du diese spontanen Zwei-Satz-Weisheiten deutlichst reduzieren. Sie zeugen von weitgehender Ahnungslosigkeit von unseren Gemeinden und/oder von schlichter Wirrnis.

Tarec

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Keiner von euch ist ein Gläubiger, solange er nicht seinem Bruder wünscht, was er sich selber wünscht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Altkatholiken in Italien
BeitragVerfasst: 18. Juni 2011 16:37 
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noe hat geschrieben:
eine neue rk Fusionsgemeinde mit der gleichen Mitgliederzahl bekommt nur 2 Priester, 2 priester aus der Weltkirche (Polen oder Indien) und max. 2. Pastoralreferenten.


Genau, für diese pastorale Bankrotterklärung seitens der römischen Kirche mit der damit fortgesetzten bewussten Verantwortungslosigkeit gegenüber den Gläubigen hat es gewiss andere Gründe als die Kirchensteuer.
:f

Tarec

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 Betreff des Beitrags: Re: Altkatholiken in Italien
BeitragVerfasst: 18. Juni 2011 17:08 
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JHNewman hat geschrieben:
Aldo1 hat geschrieben:
DANEBEN sollte es aber deutschsprachige Gottesdienste der Anglikanischen bzw der Episkopalkirche geben. Dass dafür zunächst ein Zusammenschluß zwischen Anglikanern und Altkatholiken nötig wäre, sehe ich nicht unbedingt.


Das hat ekklesiologische Gründe.

Zitat:
Ein solcher Zusammenschluß wird aber auch an der Saturiertheit der AKK scheitern, denn die wird garantiert NICHT auf ihre Kirchensteuer verzichten und die Anglikaner -zu Recht- keine Kirchensteuer für die Altkatholiken zahlen wollen.


Diese Einschätzung halte ich für relativ wertlos.





Die Verhandlungen zwischen der AKK und den Anglikanern waren doch diesbezüglich vor Jahren schon sehr weit fortgeschritten. Man war sich über alle Punkte einig, nur eben nicht über die KIrchensteuer. Allein an der Kirchensteuer sind die Verhandlungen also gescheitert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Altkatholiken in Italien
BeitragVerfasst: 18. Juni 2011 19:00 
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John Der Echte

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Von solchen Verhandlungen weiß ich nichts.


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 Betreff des Beitrags: Re: Altkatholiken in Italien
BeitragVerfasst: 18. Juni 2011 19:37 
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noe hat geschrieben:
Aldo1 hat geschrieben:

Ja, Aldo, in dem Punkt gebe ich dir völlig recht: Die AKD ist ohne Kirchensteuer nicht denkbar, sie gäbe es nicht mehr (höchstens in ein paar Städten, wie Bonn, wo ausreichend Immobilienbesitz da und aktive Gemeindemitglieder da sind).


Ich denke, dass die Bedeutung der Kirchensteuer in diesem besonderen Fall doch etwas überschätzt wird. Ein großer Teil der Glieder einer kirchensteuereinzugsberechtigten Kirche zahlt quasi doch keine oder nur geringe Kirchensteuer.

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Das Gesetz und die Propheten reichen bis zu Johannes; von da an wird das Evangelium vom Reich Gottes verkündigt, und jeder drängt mit Gewalt hinein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Altkatholiken in Italien
BeitragVerfasst: 18. Juni 2011 21:49 
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tmansor hat geschrieben:
" ... wäre nicht zu rechnen."

Gott sei es gedankt, dass unsere Kirche nicht nach deinen ultimativen "Vorhersagen" funktioniert.
Ein ziemlich dümmlicher Beitrag von dir - Hauptsache, irgendwas aus dem Bauch heraus losgelassen.
Silesia, wenn man deine Beiträge einigermaßen ernst nehmen will, solltest du diese spontanen Zwei-Satz-Weisheiten deutlichst reduzieren. Sie zeugen von weitgehender Ahnungslosigkeit von unseren Gemeinden und/oder von schlichter Wirrnis.

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Es mag sein, dass man es bei Kirchensteuern irgendwie schafft wenig zu zahlen, weil man wenig verdient. Bei der freiwilligen Abgabe ist jedoch auf Eigenverantwortung angewiesen ... Und diese mit der in der SELK oder anderen freikirchlichen Gruppen zu vergleichen - das ist eine gefährliche Selbsttäuschung. Fragt sich, wer hier in Trance ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Altkatholiken in Italien
BeitragVerfasst: 18. Juni 2011 21:58 
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tmansor hat geschrieben:
noe hat geschrieben:
eine neue rk Fusionsgemeinde mit der gleichen Mitgliederzahl bekommt nur 2 Priester, 2 priester aus der Weltkirche (Polen oder Indien) und max. 2. Pastoralreferenten.


Genau, für diese pastorale Bankrotterklärung seitens der römischen Kirche mit der damit fortgesetzten bewussten Verantwortungslosigkeit gegenüber den Gläubigen hat es gewiss andere Gründe als die Kirchensteuer.
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Klar - das ist hausgemacht. Es ist so, dass es gar nicht weniger Priester pro Gläubigen gibt in der RKK, sondern diese mit anderweitigen Aufgaben - unglaublich gestiegene Verwaltungsanforderungen - überlastet sind. Das müsste ja nicht sein, wenn diese Aufgaben an dafür professionelle "Laien" abgegeben würden. Das Zölibat könnte die Auswahlmölglichkeit der Priesterkandidaten zudem verbessern. Eine verkappte Parität zwischen den Geschlechtern, dass dann die Frauen der Pfarrer über die Männer herrschen, wäre jedoch gewiss kontraproduktiv. Eher könnten z.B. seelsogerliche und glaubensstärkende Aufgaben außerhalb der Sakramente explizit an Frauen vergeben werden. Arbeitsteilung!

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 Betreff des Beitrags: Re: Altkatholiken in Italien
BeitragVerfasst: 18. Juni 2011 23:30 
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Ich würde einmal behaupten, dass das Kirchensteuersystem besonders für die beiden großen Kirchen von ausgesprochenem Vorteil sind. (Wer weiß, wieviele Menschen so aus purer Trägheit eben weiter dabei sind, jedoch mit der Gemeinde vor Ort eigentlich nichts am Hut haben).
Grundsätzlich, aber das habe ich schon mal gesagt, halte ich die Kirchensteuer in unserer Form nicht unbedingt für die Ideallösung ... aber das ist ja nicht das Thema hier, so ganz nebenbei erwähnt.

Tarec

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 Betreff des Beitrags: Re: Altkatholiken in Italien
BeitragVerfasst: 22. Dezember 2011 18:46 
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Über den ehemalilgen Bischofsvikar der altkatholischen Kirche Italiens konnte man auf der Seite von Christnet.cz den Eintrag finden, dass er römisch-katholischer Kleriker sei. Die Nachfrage beim tschechischen Bischof Dusan Hejbal ergab, dass es sich um einen redaktionellen Fehler handelte, der korrigiert werden sollte.

Nach der Korrektur findet man folgenden Eintrag,

hat geschrieben:
Petr Živný

zivny.petr(zavináč)libero.it

Dopisovatel Magazínu ChristNet.cz v Itálii

Autor je psycholog-psychoterapeut a římskokatolický duchovní, inkardinovaný do Diecéze plzeňské. Působí t.č. v Miláně

vgl.: http://www.christnet.cz/magazin/redakce.asp
so dass daraus zu schließen ist, dass Petr Zivny entgegen der Darstellung von Bischof Hejbal in die römisch-katholische Diözese Pilsen gewechselt ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Altkatholiken in Italien
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 06:03 
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John Der Echte

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Altkatholiken in Italien wollen Teil der Church of England werden:

http://networkedblogs.com/zWSzB

Mir ist nicht ganz klar, ob es sich nur um die beiden genannten Pfarreien in Rom und Florenz handelt oder auch um andere? Gibt es italienische Altkatholiken, die nicht der C of E beitreten werden?


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 Betreff des Beitrags: Re: Altkatholiken in Italien
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 08:45 
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Mailand: der Kreis um die Priesterin Maria-Vittoria Longhitano hat sich der Episcopal Church angeschlossen. Bischof Whalon hat die Gemeinde auch schon besucht. Der Gang zur Church of England wäre wohl schwieriger gewesen. Bischof Hamid hatte sich zwar im Vorfeld sehr dafür ausgesprochen, dass die Mailänder Altkatholiken wieder ihre Gottesdienste in der Anglikanischen Kirche abhalten. In der Anfangszeit gab es durch die "charismatischen" Gottesdienste von Petr Zivny Konflikte, die dazu führten, dass die Altkatholiken ins Centro Don Orione gingen, wo ihm dieser Hokus-Pokus von Anfang an verboten war. Da Maria-Vittoria Longhitano sich besonders um LGBT-Themen kümmerte, dürfte sie bei der Episcopal-Church auch eine Kirchenleitung haben, die in dieser Beziehung weniger angstbesetzt ist.

Die Priester der Gemeinden Turin und Sabaudia Latina haben sich der PNCC angeschlossen. Im Gespräch mit dem Pfarrer von Don Luciano Bruno fragte ich ihn nach seinen inhaltlichen Gründen, ob er z.B. gegen die Weihe von Frauen zu Priestern oder gegen Homosexuelle sei. Nichts von alledem, man war nur die Intrigen leid, die zum altkatholischen Alltag in Italien gehörten.

Die von Zivny rausgemobbte und von Bischof Müller zu Unrecht suspendierte Mailänder Diakonin Elisabetta Tisi ist inzwischen in die Christkatholische Kirche aufgenommen worden.

Einige ehemalige Mitglieder kommen zu den Gottesdiensten in Bozen und haben sich bei uns in die Gemeinde eingeschrieben. Sie fahren 350 km für eine Messe, das ist wohl in der Utrechter Union ein Rekord!

Noch eine Bitte:
Stellungnahmen hierzu bitte nur von zu synodalem Verhalten tauglichen Altkatholiken also solche, die zu ihrem Klarnamen stehen. Ihr seid hier ja nicht beim Ku Klux Klan:



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 Betreff des Beitrags: Re: Altkatholiken in Italien
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 09:07 
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Beiträge: 1865
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Sind die Gemeinden und Geistlichen in Rom und Florenz nicht so liberal?


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 Betreff des Beitrags: Re: Altkatholiken in Italien
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 18:48 
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Beiträge: 1236
Stefan Wedra hat geschrieben:
Noch eine Bitte:
Stellungnahmen hierzu bitte nur von zu synodalem Verhalten tauglichen Altkatholiken also solche, die zu ihrem Klarnamen stehen. Ihr seid hier ja nicht beim Ku Klux Klan


Klar, Chris.

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Frieden über Israel!


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