Mensch und Kirche

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 Betreff des Beitrags: Re: München CSD-Gottesdienst
BeitragVerfasst: 5. Juli 2011 09:32 
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techAdmin

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Aldo1 hat geschrieben:
"Maria" steht für die traditionelle Rolle der Frau (Kirche, Küche, KInder).


Dass man Maria so sehen kann, ist mir schon klar. Ist ja auch (eine) kirchliche Tradition. Und wahrscheinlich war in einer damaligen, orientalischen Welt Maria auch eine typische 3K-Frau, der Mann ist Zimmermann, Kind(er) sind da (nee, bitte nicht darüber streiten, will ich momentan nicht als Thema haben).

Aber: Muss man Maria so sehen? Ist das Pflicht? Ist das wirklich die einzige Möglichkeit?


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 Betreff des Beitrags: Re: München CSD-Gottesdienst
BeitragVerfasst: 5. Juli 2011 09:38 
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Silesia hat geschrieben:
Läuft auf unangemessene Verheutigung hinaus, so scheint's.

Ja, da sollte man Maria nicht für verbraten, vielmehr sollten sich die lesbisch Gestimmten, genauso wie alle anderen, an Maria halten (was einige Haltungen völlig verändern würde).





"die lesbisch Gestimmten"


Lesbischsein hängt nicht von Stimmungen ab!


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 Betreff des Beitrags: Re: München CSD-Gottesdienst
BeitragVerfasst: 5. Juli 2011 10:09 
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Lothar1962 hat geschrieben:
Aber: Muss man Maria so sehen? Ist das Pflicht? Ist das wirklich die einzige Möglichkeit?


Nein - und mit allem Respekt vor SEINER Mutter:
- Maria als die "große Ja-Sagerin" ist schlicht eine Stilisierung in eine ganz bestimmte Richtung.
- Die Maria, die (vgl. Mk 3, Mt 12) mit ihrem Sohn so ihre liebe Not hat (die Family, und sie ist dabei, will ihn einfangen, aus dem Verkehr ziehen, er scheint ja "durchgedreht" zu sein...) - und sich dann (! - unterm Kreuz, im Kontext der Auferstehung) zu ihm durchringt, ist mir als "Vorbild" weitaus lieber und wichtiger ...
- Religionspsychologischer Aspekt (insofern verstehe ich das hinterfragte Motto durchaus): Jede Religion braucht das weibliche Element im Göttlichen ...
Polytheisten haben da natürlich keine Probleme; Monotheisten eher.
Dennoch (nur kurz angedeutet): Im Judentum etwa spielen Weisheit und Geist die entsprechende (sehr "nüchterne") Rolle.
Im Christentum übernimmt Maria in ihrer Stilisierung den entsprechenden Platz - dass man auf die Idee von einer "Mittlerin aller Gnaden" oder gar einer "Miterlöserin" kommt, ist dann vielleicht theologisch zwar haarsträubend, aber nicht unverständlich angesichts vor allem (west-)mediterraner und lateinamerikanischer Frömmigkeit, in der die Mutter Maria oftmals wichtiger ist als der HERR selber ...


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 Betreff des Beitrags: Re: München CSD-Gottesdienst
BeitragVerfasst: 5. Juli 2011 10:31 
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Aldo1 hat geschrieben:
Silesia hat geschrieben:
Läuft auf unangemessene Verheutigung hinaus, so scheint's.

Ja, da sollte man Maria nicht für verbraten, vielmehr sollten sich die lesbisch Gestimmten, genauso wie alle anderen, an Maria halten (was einige Haltungen völlig verändern würde).





"die lesbisch Gestimmten"


Lesbischsein hängt nicht von Stimmungen ab!



Nee, aber von der sexuellen Grundstimmung oder dem Grudngestimmtsein.

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 Betreff des Beitrags: Re: München CSD-Gottesdienst
BeitragVerfasst: 5. Juli 2011 10:34 
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Registriert: 29. November 2007 12:44
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adulescens hat geschrieben:
Lothar1962 hat geschrieben:
Aber: Muss man Maria so sehen? Ist das Pflicht? Ist das wirklich die einzige Möglichkeit?


Nein - und mit allem Respekt vor SEINER Mutter:
- Maria als die "große Ja-Sagerin" ist schlicht eine Stilisierung in eine ganz bestimmte Richtung.
- Die Maria, die (vgl. Mk 3, Mt 12) mit ihrem Sohn so ihre liebe Not hat (die Family, und sie ist dabei, will ihn einfangen, aus dem Verkehr ziehen, er scheint ja "durchgedreht" zu sein...) - und sich dann (! - unterm Kreuz, im Kontext der Auferstehung) zu ihm durchringt, ist mir als "Vorbild" weitaus lieber und wichtiger ...
- Religionspsychologischer Aspekt (insofern verstehe ich das hinterfragte Motto durchaus): Jede Religion braucht das weibliche Element im Göttlichen ...
Polytheisten haben da natürlich keine Probleme; Monotheisten eher.
Dennoch (nur kurz angedeutet): Im Judentum etwa spielen Weisheit und Geist die entsprechende (sehr "nüchterne") Rolle.
Im Christentum übernimmt Maria in ihrer Stilisierung den entsprechenden Platz - dass man auf die Idee von einer "Mittlerin aller Gnaden" oder gar einer "Miterlöserin" kommt, ist dann vielleicht theologisch zwar haarsträubend, aber nicht unverständlich angesichts vor allem (west-)mediterraner und lateinamerikanischer Frömmigkeit, in der die Mutter Maria oftmals wichtiger ist als der HERR selber ...

Irgendwie scheinst Du alle Argumentationen, die in andere Richtung weisen, verpasst zu haben oder dich dagegen imprägniert zu haben.. Müßig, dann in eine Dialog oder gar Disput zu kommen, was ja die Chance eiens Forums ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: München CSD-Gottesdienst
BeitragVerfasst: 5. Juli 2011 12:19 
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Silesia hat geschrieben:
Irgendwie scheinst Du alle Argumentationen, die in andere Richtung weisen, verpasst zu haben oder dich dagegen imprägniert zu haben.. Müßig, dann in eine Dialog oder gar Disput zu kommen, was ja die Chance eines Forums ist.


... ich habe auf Lothars Frage geantwortet - womit ja wohl kaum gemeint ist, dass ich gegen andere Sichweisen "imprägniert" bin. Die verschiedenen Äußerungen habe ich sehr wohl genau gelesen. Könnte es sein, dass Du Lothars Frage "verpasst" hast? Nur auf die habe ich mich bezogen und gesagt, was meiner Ansicht nach zu leicht vergessen bzw. "in die andere Richtung hinein" zu leicht überbetont wird ... Nicht mehr, nicht weniger.


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 Betreff des Beitrags: Re: München CSD-Gottesdienst
BeitragVerfasst: 5. Juli 2011 12:50 
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adulescens hat geschrieben:
Im Christentum übernimmt Maria in ihrer Stilisierung den entsprechenden Platz - dass man auf die Idee von einer "Mittlerin aller Gnaden" oder gar einer "Miterlöserin" kommt, ist dann vielleicht theologisch zwar haarsträubend, aber nicht unverständlich angesichts vor allem (west-)mediterraner und lateinamerikanischer Frömmigkeit, in der die Mutter Maria oftmals wichtiger ist als der HERR selber ...

Und das ist eine äußerst gefährliche Entwicklung, die in Richtung Polytheismus geht. Rom und vor allem die Orthodoxie hätten unbedingt im Sinne des Judentums korrigieren müssen. Das "weibliche Element" gehört in den Kern unseres Gottesbildes.
Eilike

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Entwicklung gehört zum Wesen der Kirche. (Bischof Georg Bätzing, Limburg)

Vertraut den neuen Wegen,
auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen,
weil leben wandern heißt. (Klaus Peter Hertzsch)


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 Betreff des Beitrags: Re: München CSD-Gottesdienst
BeitragVerfasst: 5. Juli 2011 12:52 
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adulescens hat geschrieben:
Silesia hat geschrieben:
Irgendwie scheinst Du alle Argumentationen, die in andere Richtung weisen, verpasst zu haben oder dich dagegen imprägniert zu haben.. Müßig, dann in eine Dialog oder gar Disput zu kommen, was ja die Chance eines Forums ist.


... ich habe auf Lothars Frage geantwortet - womit ja wohl kaum gemeint ist, dass ich gegen andere Sichweisen "imprägniert" bin. Die verschiedenen Äußerungen habe ich sehr wohl genau gelesen. Könnte es sein, dass Du Lothars Frage "verpasst" hast? Nur auf die habe ich mich bezogen und gesagt, was meiner Ansicht nach zu leicht vergessen bzw. "in die andere Richtung hinein" zu leicht überbetont wird ... Nicht mehr, nicht weniger.


Also, dennoch ist Deine Antwort ja nicht sinn-leer und auf diesen Sinn habe ich reagiert.

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 Betreff des Beitrags: Re: München CSD-Gottesdienst
BeitragVerfasst: 5. Juli 2011 13:02 
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Eilike hat geschrieben:
adulescens hat geschrieben:
Im Christentum übernimmt Maria in ihrer Stilisierung den entsprechenden Platz - dass man auf die Idee von einer "Mittlerin aller Gnaden" oder gar einer "Miterlöserin" kommt, ist dann vielleicht theologisch zwar haarsträubend, aber nicht unverständlich angesichts vor allem (west-)mediterraner und lateinamerikanischer Frömmigkeit, in der die Mutter Maria oftmals wichtiger ist als der HERR selber ...

Und das ist eine äußerst gefährliche Entwicklung, die in Richtung Polytheismus geht. Rom und vor allem die Orthodoxie hätten unbedingt im Sinne des Judentums korrigieren müssen. Das "weibliche Element" gehört in den Kern unseres Gottesbildes.
Eilike



Müssen wir uns mit dem Polyteismus aufhalten? Natürlich ist das "weibliche Element" in der Dreieinigkeit enthalten, dennoch entfaltet es und offenbart es sich. Un wie dies geschieht, z. B. im Gelebten und als solches in der Bibel bezeugten und und in der Mystik und in der Tradition Vertieften und z.b. durch die mentalen Figur der göttlichen Sophia (als Offenbarerin des Heiligen Geistes) und auch der Maria in all ihren Facetten und nicht zuletzt in der gefallenen und sich im Zustand der Erlösung - zumindest potentiell -befindlichen Schöpfung selbst. Wir brauchen eben die Entfaltung, Offenbarung, das Darleben, das Geschaffene, da wir trotz aller großen Potenziale als Menschen ganz unten leben und sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: München CSD-Gottesdienst
BeitragVerfasst: 5. Juli 2011 21:17 
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Eilike hat geschrieben:
adulescens hat geschrieben:
Im Christentum übernimmt Maria in ihrer Stilisierung den entsprechenden Platz - dass man auf die Idee von einer "Mittlerin aller Gnaden" oder gar einer "Miterlöserin" kommt, ist dann vielleicht theologisch zwar haarsträubend, aber nicht unverständlich angesichts vor allem (west-)mediterraner und lateinamerikanischer Frömmigkeit, in der die Mutter Maria oftmals wichtiger ist als der HERR selber ...

Und das ist eine äußerst gefährliche Entwicklung, die in Richtung Polytheismus geht. Rom und vor allem die Orthodoxie hätten unbedingt im Sinne des Judentums korrigieren müssen. Das "weibliche Element" gehört in den Kern unseres Gottesbildes.
Eilike

Spielt doch nicht immer das eine gegen das andere aus!





P.S. In der hl. Orthodoxie ist es harmonisch ausbalanciert.

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R.I.P.
 Betreff des Beitrags: Re: München CSD-Gottesdienst
BeitragVerfasst: 5. Juli 2011 21:27 
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noe hat geschrieben:
Spielt doch nicht immer das eine gegen das andere aus!

Du bist nicht zum Mitspielen verpflichtet.
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